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Prototyping für die Serienproduktion

4 mins

Ein effektiver Prototyp für das Investmentgussverfahren sollte mehr als nur eine einfache Nachbildung sein. Er sollte robust genug für Festigkeitsprüfungen sein, die Geometrie des Endprodukts genau darstellen und als Validierung des Konzepts dienen. Ein gut ausgeführter, funktionaler Prototyp ist der entscheidende erste Schritt, um ein Projekt von der Planungsphase zur Serienproduktion zu bringen.

Signicast bietet eine Palette von Prototyping-Technologien an, um spezifischen Projektbedürfnissen gerecht zu werden, und unser Team von Ingenieurexperten hat umfassende Erfahrung in der Erstellung von Prototypen in verschiedenen Branchen und Anwendungen.

Prototyping-Optionen für produktives Testen

Um den am besten geeigneten Prototyping-Prozess auszuwählen, müssen die physikalischen Eigenschaften und Prüfanforderungen des Endbauteils bestimmt werden. Diese Anforderungen helfen, die verfügbaren Optionen einzugrenzen.

Prototyp mit kurzer Laufzeit und harten Werkzeugen

Wenn ein Prototyping-Prozess benötigt wird, um zahlreiche Teile zu produzieren, die genau den mechanischen und physikalischen Eigenschaften, Abmessungen und Toleranzen des Endbauteils entsprechen, ist ein Prototyp mit kurzer Laufzeit und harten Werkzeugen die effektivste Wahl. Obwohl es mit anfänglichen Werkzeugkosten verbunden ist, produziert es Prototypen zu einem niedrigeren Stückpreis im Vergleich zu Prozessen, die SLAs oder PMMAs verwenden. Wenn ein Projekt einen exakten Prototyp und strenge Zugfestigkeitsprüfungen erfordert, ist ein Prototyp mit harten Werkzeugen die optimale Lösung.

3D-gedrucktes Wachsmuster

Für die Validierung des Designs, den Nachweis des Konzepts, die Füllvalidierung oder um die mechanischen Eigenschaften eines durch Investmentguss hergestellten Bauteils zu reproduzieren, bieten 3D-gedruckte Wachsmuster Effizienz und eine schnelle Umsetzungszeit. Diese Muster werden innerhalb von Stunden intern produziert und sofort in funktionale Metallkomponenten verwandelt. Jüngste technologische Fortschritte haben die Validierung von Oberflächenbearbeitungen an diesen Prototypen vereinfacht. Die Hauptbeschränkung dieses Prozesses ist die Bauteilgröße, da Drucker nur Teile in etwa der Größe eines Rubik's Würfels oder kleiner verarbeiten können.

SLA (Stereolithographie)

SLA ähnelt 3D-gedruckten Mustern, wird jedoch verwendet, wenn die Teilgröße die Kapazität unseres 3D-Druckers überschreitet, typischerweise etwa in der Größe eines Blattes Papier (15 bis 20 cm hoch). Wie 3D-gedruckte Wachsmuster ahmen SLA-Prototypen die mechanischen Eigenschaften eines durch Investmentguss hergestellten Bauteils nach und sind wertvoll für Prototyping zur Passform- und Designvalidierung. Der Hauptunterschied, abgesehen von der Größe, besteht darin, dass das Entfernen von Mustern bei SLA manuell erfolgt.

PMMA (Polymethylmethacrylat)

PMMA-Muster ähneln SLA-Mustern und können Teile aufnehmen, die größer sind als die für SLA geeigneten. Ähnlich wie 3D-Wachsmuster und SLA ist PMMA nützlich zur Verfeinerung von Oberflächenbehandlungen, Passform- und Designvalidierung sowie zur Reproduktion der mechanischen Eigenschaften eines durch Investmentguss hergestellten Bauteils. PMMA dient auch als guter Indikator für die Festigkeit und Wiederholbarkeit komplexer Geometrien.

Aus massivem Material gefräst

Das Fräsen aus massivem Rundstahl ist im Allgemeinen ein sehr schneller Prozess, ideal zur Herstellung maßgenauer Teile für die Passformbewertung und den Nachweis des Konzepts. Um die Geschwindigkeit zu gewährleisten, ist dieser Prozess am besten für Teile aus Aluminiumlegierungen mit geringer Stückzahl geeignet. Das Fräsen von rostfreien Stählen und Kohlenstählen dauert länger und könnte die Kosten erhöhen.

DMLS (Direct Metal Laser Sintering)

Dieser Prozess eignet sich für Prototypen mit komplizierten Geometrien und präzisen, unwerkzeugbaren Merkmalen. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass DMLS möglicherweise nicht immer mit den mechanischen Eigenschaften eines echten Investmentgusses übereinstimmt. Während er hervorragend für den Nachweis des Konzepts und für Präsentationen geeignet ist, könnte er in realen Tests nicht standhalten.

Welcher Prototyping-Prozess ist am effektivsten für die Serienproduktion?

Bei einem erfolgreichen Produktlaunch kann eine Kombination verschiedener Prozesse genutzt werden. Der optimale Prototyping-Prozess für jede Testphase hängt vom Umfang des Projekts und der Nähe zur Produkteinführung ab.

Wenn sich das Projekt der Serienproduktion nähert, wird empfohlen, zu einem kurzfristigen, harten Werkzeug-Investmentgusslauf überzugehen. Dies ermöglicht umfassende Tests und Validierungen aller Anforderungen für das Endbauteil.

Wertmaximierung des Prototyps

Ein wichtiger, aber oft übersehener Aspekt des Prototypings ist es, den Lieferanten frühzeitig in die Entwurfsphase einzubeziehen. Den Prototyp für optimale Herstellbarkeit zu entwerfen, ist ideal, und der direkteste Weg, dies zu erreichen, besteht darin, mit Designingenieuren zusammenzuarbeiten, die Erfahrung im Investmentguss haben. Dieser proaktive Ansatz kann Rückschläge während des Prototypings verhindern, wie die Notwendigkeit, ein Teil neu zu entwerfen, um eine ordnungsgemäße Formfluss- und Erstarrung, Gießbarkeit oder Legierungsverträglichkeit zu gewährleisten.

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