Wenn Sie hochwertige Metallkomponenten herstellen möchten und sich nicht zwischen Metallpulverspritzguss (MIM) und Feinguss entscheiden können, sind Sie nicht allein. Vielen Unternehmen fällt es schwer, das beste Metallherstellungsverfahren zu wählen, obwohl sie wissen, dass dies letztlich ihren Unternehmensgewinn beeinflusst.
Was ist Metallpulverspritzguss?
MIM ist eine einzigartige Hybridtechnologie, die die Verfahren der Pulvermetallurgie und des Kunststoffspritzgusses kombiniert. Sie beginnt mit der Mischung ultrafeiner Metallpulver mit einem primären Paraffinwachs und einem sekundären thermoplastischen Polymer. Die endgültige Mischung wird extrudiert und in winzige Pellets, das sogenannte „Feedstock", zerkleinert. Dieses wird anschließend erhitzt und unter hohem Druck in ein Formnest eingespritzt. Das Verfahren ermöglicht engere Toleranzen für endkonturnahe Bauteile bei hohen Stückzahlen und erlaubt die Herstellung äußerst komplexer Komponenten mit verbesserten Oberflächenqualitäten.
Was ist Feinguss?
Feinguss, auch als Wachsausschmelzverfahren bekannt, beginnt mit der Herstellung eines Wachsspritzwerkzeugs. Wachsmodelle werden gruppiert und an einem Anguss zu einer vollständigen Gussform montiert. Die Gussform wird anschließend mit Schichten aus keramischer Aufschlämmung überzogen und schnell getrocknet, damit die Schale aushärtet. Nach dem Trocknen wird die Gussform in einen Autoklaven gegeben, um das Wachs zu entfernen. Anschließend wird flüssiges Metall in die Gussform gegossen und abgekühlt. Zum Schluss wird die Schale mit Hochdruckwasserstrahlen entfernt, wodurch das fertige Präzisionsbauteil freigelegt wird.
Werkstoffoptionen – welches Verfahren eignet sich für bestimmte Legierungen am besten?
Sowohl Feinguss als auch Metallpulverspritzguss erzeugen feste, langlebige Bauteile aus einer breiten Vielfalt von Legierungen. Für MIM ist der entscheidende Vorteil von OptiMIM kundenspezifisches Feedstock sowie die Möglichkeit, die Korngrößenverteilung der Metallpartikel festzulegen und einzigartige Bindemittelzusammensetzungen zu entwickeln. Dadurch lässt sich das Verfahren vollständig anpassen, um die mechanische Endleistung und Eigenschaften zu erzielen, die Ihre Anwendung erfordert. Dies stellt zudem sicher, dass die Bauteile strukturell stabiler, zuverlässiger und weniger anfällig für Versprödung (Rissbildung) sind.
OptiMIM ist auf verschiedene Eisen- und Nichteisenlegierungen spezialisiert, darunter mehrere Edelstahlqualitäten, Kupfer und niedriglegierte Stahlkomponenten, die etwa 70% unseres Geschäfts ausmachen. Darüber hinaus sind Speziallegierungen wie Kobalt-Chrom (F-75) und andere hochlegierte Werkstoffe verfügbar.
Feinguss ist unter anderem deshalb eine so vielseitige Fertigungslösung, weil die Werkstoffoptionen nahezu unbegrenzt sind. Bei Signicast vergießen wir alles von Edelstahl der 400er-Reihe und unlegiertem Kohlenstoffstahl bis hin zu Nickel und Aluminium. Diese breite Werkstoffauswahl ermöglicht Korrosionsbeständigkeit, höhere Zugfestigkeit und Duktilität. Die Verfügbarkeit verschiedener Werkstoffoptionen bedeutet, dass Sie nicht unbedingt ein Designelement zugunsten niedrigerer Kosten opfern müssen. Dank dieser Vielseitigkeit können wir zudem klassische Herausforderungen beim Gießen in Bezug auf Konstruktion, Produktion, Kostenkontrolle und Lieferung leichter lösen.
Bauteilgröße und Stückzahl – was ist realisierbar?
MIM ist ideal für die Herstellung großer Stückzahlen kleiner Bauteile von etwa einem halben Pfund oder weniger. Tatsächlich reichen die meisten MIM-Bauteile von der Größe einer Handfläche bis hin zu einem einzelnen Reiskorn. Feinguss eignet sich dagegen am besten für kleinere Losgrößen großer Bauteile von einem halben Pfund bis 250 Pfund und ist damit eine kostensparende Alternative zur Zerspanung aus Vollmaterial. Beim Feinguss gilt: größere Bauteile und kleinere Losgrößen. Beide Verfahren sind sehr gut skalierbar, jedoch ist MIM bei hohen Stückzahlen – typischerweise 10.000 Bauteile oder mehr – eindeutig überlegen, da diese Technologie ein chargenbasiertes Verfahren ist.
Gewichtsbereich Feinguss: 3g - 250 lbs
Gewichtsbereich MIM: ,05g - 35lbs
Typische Anwendungen und Konstruktionen – welche Branchen werden bedient?
Das MIM-Verfahren ist für die Herstellung äußerst dichter, präziser Bauteile mit hoher Festigkeit und Verschleißbeständigkeit bekannt und eignet sich daher ideal für Hersteller von Medizin- und Dentalprodukten, die strenge regulatorische Anforderungen erfüllen müssen. Darüber hinaus machen Skalierbarkeit und Hitzebeständigkeit MIM zu einer hervorragenden Lösung für Anwendungen in der Automobilindustrie. Unsere Fähigkeit, Bauteile aus kundenspezifisch formulierten Legierungen herzustellen, ermöglicht es uns, genau die erforderlichen Leistungsmerkmale bereitzustellen.
Die Fähigkeiten von Signicast für komplexe Gussteile, Rapid Prototyping und sichere Lieferketten machen das Unternehmen zur perfekten Lösung für eine Vielzahl von Branchen. Edelstahl ist besonders effizient für Branchen, die hohe Festigkeit und Temperaturbeständigkeit erfordern, wie Luft- und Raumfahrt- sowie Verteidigungsanwendungen. Unsere spezialisierten Verfahren ermöglichen es uns, spezifische Anforderungen zu erfüllen – etwa Dünnwandguss für leichte, schlanke Konstruktionen bei Medizin- und Dentalinstrumenten oder die Teilekonsolidierung bei Schlössern, Beschlägen und Freizeitfahrzeugen.
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